Sonntag, 21. März 2010

Bauernregel für den 21.3. - Frühlingsanfang - St. Benedikt

Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie an Benedikt.

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Mittwoch, 3. März 2010

Maulkorb für den inneren Schweinehund

Sie haben sich vorgenommen, Sport zu machen und dafür dreimal wöchentlich ins Fitness-Studio zu gehen.
Einschränkung der Wahlmöglichkeiten (Maulkorb für den inneren Schweinehund): Sie legen von Anfang an konkrete Tage fest. Damit Sie nicht jeden Morgen mit sich darüber diskutieren müssen, ob Sie heute gehen oder nicht doch erst morgen.
Nun stellen Sie fest, dass das als Vorgabe nicht ausreicht: Zu oft „kommt etwas dazwischen“, fühlen Sie sich gerade an diesem Tag „total ausgepowert“, hindern Sie Überstunden am rechtzeitigen Verlassen des Büros.
Einschränkung der Wahlmöglichkeiten (Maulkorb für den inneren Schweinehund): Sie suchen sich einen Mitstreiter, mit dem Sie sich für die entsprechenden Tage fest verabreden.

Nach wenigen Wochen stellen Sie fest, dass Sie der Workout an den Fitness-Maschinen langweilt. Während Sie Chrom stemmen, beginnt Ihr innerer Schweinehund wieder mit den Diskussionen. „Reicht’s nicht schon?“, fragt er Sie. „War das gestern nicht ein langer Abend, war das heute nicht ein anstrengender Tag?“
Einschränkung der Wahlmöglichkeiten (Maulkorb für den inneren Schweinehund): Sie wechseln zu Kursen, die das Studio anbietet, wie z. B. Ausdauertraining, Aerobic oder Yoga. Der Vorteil: Die Kurse haben Anfang und Ende vorgegeben; um das „Wie viel?“oder „Wie lange?“ brauchen Sie sich nicht zu kümmern. Gleiches erreichen Sie, wenn Sie sich für Tennisstunden anmelden, einen Mannschaftssport wählen oder regelmäßig einen Squash-Court reservieren.
Probieren Sie es beim nächsten Mal aus: Schränken Sie Ihre Wahlmöglichkeiten rigoros ein und bringen Sie Ihren inneren Schweinehund so effektiv zum Schweigen.

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Dienstag, 2. März 2010

Fastenzeit mal anders - intensiver - oder so...

Tja, nun ist es soweit. Ich habe heute mein Auto verkauft. Es brauchte schon eine Zeit des hin und her Überlegens und des Abwägens, aber letztlich war es besser so. Einen 15 Jahre alten Honda Civic noch mal durch den Tüv zu bekommen, wäre in diesem Fall ein teures Unterfangen geworden. Auspuff, Reifen, Fahrwerk, Rost, Feuchtigkeit im Fahrzeug etc. Dazu kommt noch, dass jetzt auch Steuer und Versicherung fällig geworden wäre. Alles in allem lohnte es für den Wagen nicht mehr, so viel Geld aufzubringen. Er hat seinen Dienst getan und der freundliche Händler aus einem nicht EU Land wird ihn genau auch dahin weiter verkaufen.

 

Jetzt beginnt eine andere - interessante Zeit. Zunächst mal gilt es, die Busfahrpläne mit meinen recht unterschiedlichen Arbeitszeiten abzugleichen. Obwohl die reine Fahrzeit mit dem Bus nur eine halbe Stunde beträgt, bin ich jetzt mind. 2 Stunden länger unterwegs. Ich wohne etwas außerhalb des Zentrums und habe gut 1,5 Km Wegstrecke bis zur Bushaltestelle. Das ist ja eigentlich keine Entfernung. wenn da nicht der größte Teil der Strecke ein Berg mit 18% Steigung wäre - zumindest auf dem Heimweg. Für einen "leicht" übergewichtigen Hochleistungsraucher Mitte 40, der sich in den letzten 15 Jahren beruflich von sitzenden Tätigkeiten ernährt hat ist es aber doch irgendwie - "speziell"!

Der Auftakt meiner neuen Freiheit war dann auch gleich mal ein richtig guter Test. Aus dem Zentrum nach Hause, mit einer bepackten Einkaufstasche, bei 4°C und Regen. Kalt war mir jedenfalls nicht. - und ich brauchte auch nur 20 Minuten für den Weg.

 

Allerdings dann auch noch mal ein paar Minuten, um wieder einen Satz geradeaus sprechen zu können ;-)

 

Für mich ist es eine Art Experiment. Seit über 25 Jahren bin ich jetzt an die "Segnungen" des Autofahrens gewöhnt. Wie haben die Leute früher das alles ohne Auto gemacht? Es hat auch seine nicht zu übersehenden Vorteile. Kein Stress mehr im Straßenverkehr - viel mehr Bewegung an frischer Luft, weniger Kosten, etc. Selbst das Einkaufsverhalten ändert sich dadurch. Bei jedem einzelnen Teil stellt sich jetzt die Frage: "brauche ich das wirklich - ist es das wert, den Berg raufzuschleppen"? Wieder ein weitere Schritt in Richtung "bewusster Leben".

 

Und das passt ja ganz gut zur Fastenzeit - wobei ich nicht mal einer Kirche angehöre.

Es sind eben doch nicht die "Umstände", die uns manchmal zu schaffen machen, sondern die Art, wie wir diese bewerten. Und bis jetzt bewerte ich das Experiment noch positiv. Meine Hoffnung geht dahin, dass ich immer Blickwinkel finden werde, die Situation positiv zu bewerten.

 

Tag 1 ohne Auto ist jedenfalls gut angelaufen und birgt die Hoffnung, dass meine Ausdauer besser wird und die Schmerzen mit der Zeit weniger werden.

Wird fortgesetzt...

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